Umweltfreundlicher Pflanzenschutz

Umweltfreundlicher Pflanzenschutz



Unkraut- und Schädlingsbekämpfung ohne Gift und Chemie
Blattläuse machen sich auf den geliebten Blumen breit und Schnecken schmeckt der Salat bevor Sie ihn ernten konnten. Viele Hobbygärtner kennen diese oder ähnliche Probleme. Viele greifen dann gleich zur „chemischen Keule“ um die Schaderreger zu bekämpfen.

Doch effektiver chemischer Pflanzenschutz ist durch besondere Bestimmungen und Gefahren nicht immer möglich und oftmals auch nicht notwendig.

Der biologische Pflanzenschutz bietet häufig einfachere und günstigere Methoden, mit Schädlingen fertig zu werden, ohne die Umwelt und andere nützliche Lebewesen (z.B. Bienen) in Ihrem Garten unnötig zu belasten.

 

Pilze, Insekten und Fadenwürmer biologisch bekämpfen
Monokulturen, einseitige Fruchtfolgen und geringe Population von natürlichen Feinden begünstigen den Befall durch Pilze, Insekten oder Fadenwürmer. Aufgrund von Monokulturen und der fehlenden Artenvielfalt können sich Nützlinge in Ihrem Garten nicht ansiedeln, dafür tragen Sie dazu bei, dass Schädlinge sich ansiedeln und explosionsartig vermehren.

Eine ausgewogene Artenvielfalt ist daher besonders wichtig. Einseitige Fruchtfolgen haben besonders oft Schäden durch Fadenwürmer und Bodenpilze zur Folge. Als Fruchtfolge wird der Wechsel von bestimmten Fruchtarten in einem Beet in einer festgelegten Reihenfolge bezeichnet.

Bodenpilze und Fadenwürmer sind nicht sehr mobil und standortgebunden. Wird jedes Jahr aufs Neue die gleiche Kultur angebaut, herrschen günstige Bedingungen zur weiteren Fortpflanzung und Ausbreitung. Eine Zwischensaat oder noch besser ein jährlicher Kulturwechsel kann diese ungebetenen Gäste zurückdrängen und vernichten. Verschiedene Sommerblumen, wie zum Beispiel Sonnenhut und Mädchenauge, haben einen deutlichen Rückgang von Fadenwürmern nach Kultur von Erdbeeren, Kartoffeln und Möhren gezeigt.

Aber auch mechanischer Pflanzenschutz kann bei Pilzen und Insekten sehr erfolgreich sein. Das Absammeln von Krankheitserregern auf Blättern, Früchten und das Vernichten von befallenen Pflanzen sind ebenso wichtig, wie das Einsammeln von Fallobst und das Entfernen von Laubresten zum Ende des Winters. Klebe- und Pheromonfallen behindern schädliche Insekten bei der Fortpflanzung. Ein Befall von Larven kann damit, durch die ausbleibende Fortpflanzung, vorgebeugt werden.

 

Bye Bye Schnecken – ganz natürlich
Schnecken schmeckt der Salat in Ihrem Garten genauso gut wie Ihnen. Rand- und Lochfraß sowie Schleimspuren sind die Folge von Schnecken in Ihrem Garten. Aber nicht alle Schnecken richten Schaden im Garten an. Fast ausschließlich Nacktschnecken sind die Übeltäter, Gehäuseschnecken sollten daher verschont bleiben.

Sicher, die einfachste Methode zur Schneckenbekämpfung ist das einfach Absammeln der Schnecken am Gemüse. Da Schnecken jedoch nachtaktiv sind und tagsüber kaum zu sehen sind, hilft ein kleiner Trick um die Dunkelheit liebenden Tiere aus der Reserve zu locken.

Unser bauSpezi-Tipp: Legen Sie einfach ein paar Holzbretter zwischen die Beete. Tagsüber halten sich die Schnecken unter diesen Brettern auf und können eingesammelt werden. Haben Sie Ihr Gemüsebeet bereits schneckenfrei, können Sie es mit einem kleinen Schneckenzaun schützen.

 

Nagetiere im Garten – Umweltschonende Gegenmaßnahmen
Durch einfache hygienische Maßnahmen kann die Ansiedlung von Nagern verhindert werden. Saatgut, Nahrungs- und Futtermittel sollten für Nager nicht erreichbar sein. Verschließen Sie diese Sachen in nagersicheren Boxen! Wenn Sie selbst kompostieren, sollten Sie darauf achten, möglichst keine Nahrungsreste auf den Kompost zu geben und falls doch, dann sollten Sie geschlossene nagetiersichere Komposter benutzen. Wenn Sie trotz Beachtung dieser Tipps schädliche Nagetiere in ihrem Garten haben, sollten Sie Lebendfallen oder Schlagfallen benutzen. Besonders die neuartigen Schlagfallen aus Plastik sind sehr effizient. Sie besitzen einen Dauerköder in Form eines Lockstoffes, der sehr anziehend auf Nagetiere wirkt.

 

Unkraut biologisch bekämpfen
Eine Schicht Rindenmulch von 5 cm unterdrückt das Aufkommen von Unkraut fast vollständig. Rindenmulch kann allerdings nur auf Beeten und in Kulturen ausgebracht werden. Auf Gehwegen und Rasen gibt es andere Möglichkeiten. Bei Samenunkräutern reicht es, den samentragenden oberirdischen Teil zu vernichten. Bewährt hat sich hierfür das Abflammen, Übergießen mit kochendem Wasser oder die mechanische Entfernung. Auch das Mähen von Rasenflächen kurz vor der Blüte der Samenunkräuter kann den Unkrautbefall reduzieren. Wurzelunkräuter hingegen müssen immer vollständig entfernt werden.

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